Goj Theater
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Das sind mehr als 25 Jahre freie Theaterarbeit. Nicht nur in und für Wiesbaden.

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' 27.1.2020, 20.00 Uhr / Kammerspiele Mainz: "Ich möchte den Himmel mit Händen fassen" - Ein Abend für Selma Merbaum

Selma Merbaum wurde 1924 in Czernowitz geboren.1942 stirbt sie im SS-Arbeitslager Michailowka/Ukraine an Flecktyphus. Häufig wird Selma Merbaum als zweite Anne Frank bezeichnet. Aber es ist nicht nur die äußerliche Ähnlichkeit, das Schicksal des Holocaust und das tragische Ende, das die beiden jungen Frauen verbindet, sondern vor allem die Leidenschaftlichkeit des Schreibens – Schreiben als Überlebensstrategie und als Dokument der Unauslöschbarkeit des Individuums.

Selmas „Tagebuch“ sind 58 Gedichte, zusammengestellt für ihren Freund Lejser Fichman zu einem Album, dem sie den Titel „Blütenlese“ gab. Was Anne dokumentierte, hat Selma in ihrer Lyrik verdichtet: die Sehnsucht nach Liebe und einem eigenen Leben, die Zweifel auf der Suche danach und die unbändige Lust und Entschlossenheit, es mit allem aufnehmen zu wollen. Und wie bei Paul Celan und Rose Ausländer, beide ebenfalls in Czernowitz geboren, sind die Gedichte von Selma nicht nur Dokumente der untergegangenen deutsch-ostjüdischen Kultur, sondern ein einzigartiges Zeugnis der Liebe zur dichterischen Schönheit der deutschen Sprache: „Es ist eine Lyrik, die man weinend vor Aufregung liest: so rein, so schön, so hell und so bedroht … Weltliteratur, die die Welt nicht kennt.“ (Hilde Domin)

Die musikalisch-szenische Lesung mit Petra Steck (Schauspiel & Rezitation) vom GOJ T-A-TR und dem renommierten Thomas Bachmann Trio  begibt sich auf eine Spurensuche zu Selma, die – so der letzte Eintrag in ihrem Album – “keine Zeit gehabt hat, zu Ende zu schreiben”. Es ist auch eine Reise an Orte wo einmal „Menschen und Bücher lebten.“(Paul Celan)

Fotos & Fotocollage: Fabian Klein

Karten über: www.mainzer-kammerspiele.de

 

Corona-Premiere: "ZAZIE - oder Die Welt am Arsch!?" Live-HörSpiel nach Raymond Queneaus Roman "Zazie in der Metro"

Die Provinzgöre Zazie kommt zum ersten Mal nach Paris und hat nur einen Wunsch: Einmal mit der Metro zu fahren! Aber die wird gerade mal wieder bestreikt …
Das ist der zunächst simple Ausgangspunkt für Queneaus Roman. Jedoch beileibe nicht für ein Kinderbuch, sondern für eine, in der besten Tradition des Surrealismus erzählte, wild-burleske und hintersinnige Geschichte, in der Zazie eher das Prinzip ist, das alle und alles in Bewegung bringt, als eine realistische Figur. Ein anarchisches Vergnügen für Erwachsene, in dem kaum etwa so ist, wie es zu sein scheint, mit einem Feuerwerk an Sprachkomik und heiter-deftiger Gesellschaftskritik. Aber auch mit der tieferen Frage: Was passiert mit uns, wenn plötzlich Stillstand eintritt und unsere Pläne und Wünsche ausgesetzt werden? In Frankreich hat der 1959 erschienene Roman Kultstatus. In Deutschland ist er noch zu entdecken oder – mit der großartigen Neuübersetzung von Frank Heibert (2019) – wiederzuentdecken.

Schönster Anlass und ideale Vorlage also für eine Bearbeitung durch das GOJ T-A-TR, das diese herrliche „Tour de Farce“ in einem neuen Format und mit allen Mitteln – Rezitation, Szene, Puppenspiel, Bilder, Musik & Geräusche – lustvoll hör- und sichtbar werden lässt.
Auch in und (gerade) für Corona-Zeiten …

Wiesbadener Premiere: 28. & 29. Oktober 2020 jeweils um 20.00 Uhr

thalhaus Theater, Nerotal 18 / 65193 Wiesbaden

Karten über: www.thalhaus.de oder Ticket-Hotline 0611 – 1851267

Eine frühzeitige Reservierung von Karten ist zu empfehlen. Das thalhaus Theater wie auch das Ensemble halten sich streng an die gebotenen Corona-Verordnungen. Eventuelle dennoch kurzfristig notwendige Änderungen sind der Website des Theaters zu entnehmen.

 

 

 

 

 

 

' REPERTOIRE

Utopie und Heimat – mit den beiden Stücken “Das Utopie-Projekt: “Es wäre möglich, es könnte anders sein …” und “feels like Heimat” – Szenen für unterwegs hat das GOJ T-A-TR zwei hochaktuelle Themen im Repertoire.

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